von Joe Mayer

KA30 - SYOS Mundstücke - Detaillierte Besprechung und Analyse: Tenormodell "Jason More" und Baritonmodell "Dayna Stephens"

EINZIGARTIG UND NEU:
Mundstücke nach individueller Klangvorstellung!

Share on facebook
Facebook
Share on google
Google+
Share on twitter
Twitter
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on pinterest
Pinterest
klappe-auf-podcast-cover

das monatliche
Übungsprogramm
von November - März

komplett GRATIS

MONATLICH:
1 bekanntes Musikstück
2 Basis-Übungen
1 Gehörtrainingsübung

mit
- Anleitungsvideos zum Üben
- PDFs zum Download
- Audiodateien zum Download

Bekanntgabe

Beide Mundstücke habe ich gekauft und ich spiele sie aus eigener Überzeugung dauerhaft. Ich erhalte eine kleine Kommission, wenn du ein SYOS-Mundstück kaufst und dir einen 5-%-RABATT mit dem Coupon-Code: MAYERSYOS sicherst. Den oben gemachten Test und die Beschreibung habe ich erst nach ca. 2monatiger dauerhafter Nutzung beider Mundstücke aus eigener Überzeugung gemacht. Der 5-%-Rabatt und die damit verbundene kleine Kommission für mich, kam erst 3 Tage nach Veröffentlichung dieser Webseite zustande. Ich bin überzeugt, dass das Angebot von SYOS in puncto Qualität, Flexibiltät und Service aktuell absolut herausragend ist. SYOS macht Spass!      Joe

In dieser Episode:

WEBSITE VON SYOS – NUTZE DEN 5 % RABATT AUF ALLE MUNDSTÜCKE MIT DEM CODE: MAYERSYOS

In dieser Episode möchte ich meine SYOS Mundstücke aus Paris vorstellen.

Ich habe mir im November 2 Signature-Modelle besorgt und spiele beide laufend.

In dieser Episode erfolgt meine Beurteilung der Mundstücke,

Zuvor aber eine kurze Präsentation des Herstellers SYOS und sein Konzept:

Seit einigen Monaten macht SYOS aus Paris Furore in der Saxofon-Szene.

SYOS ist der erste Mundstückhersteller, der es weltweit ermöglicht, Mundstücke nach individuellen Wünschen herzustellen: Vor allem Klangfarbe und Klangstärke können nach Wunsch verändert werden.

Bisher haben Mundstückhersteller nach “eigenen Vorstellungen  und Konzepten umgesetzt:

Z.B. Otto Link: tendenziell runder Klang

Z.B. Dave Guardala: heller schärferer Klang

Z.B. Ted Klum: heller als Guardala

Z.B.: Meyer: ausgewogener Klang und häufig gespielt auf Altsaxophon

Grundsätzlich nehmen die großen Mundstückhersteller bisher keine Rücksicht auf die Wünsche einzelner Saxofonisten. Wollte man z.B. heller klingen, so tendiert man z.B. in Richtung eines entsprechenden Herstellers wie Guardala, Beechler oder Brancher usw.

Unabhängig davon haben selbstverständlich einige Saxofonisten und vor allem die Top-Saxofonisten Wege gefunden, um ein für sie optimales Mundstück spielen zu können: Sie haben sich ihre bisherigen Mundstücke überarbeiten lassen (refaced) oder haben Spezialisten gefunden, mit denen sie zusammen ein Mundstück entwickeln.

Die meisten der Top-Player ändern daher ihr Setup nur sehr selten, weil sie ihr Mundstück-Blatt-Setup bereits über viele Jahre optimiert haben.

Dies erklärt auch, wieso SYOS zwar bei den Saxofon-Stars wie Joshua Redman oder Joe Lovano bereits “angefragt” und Modelle angeboten hat, aber bisher keiner der großen Namen diese Mundstücke spielt.

Dieser Umstand spricht jedoch nicht gegen das Konzept von SYOS!

SYOS bietet folgendes an:

  • Ein Saxofon-Mundstück nach individuellen Wünschen (v.a. Klangfarbe, Klangstärke)
  • 30-Tage-Testzeit
  • Mundstücke in 18 verschiedenen Farben
  • Individuelle Beratung
  • Schnelle Kommunikation
  • Herausragendes Kommunikationskonzept: Preisnachlässe, Aktionen durch gute Socialmedia-Auftritte
  • Moderate Preise: Signature: 199,- Euro // Custom 299,- Euro

Im Detail:

Jedes der Mundstücke ist in 18 verschiedenen Farben erhältlich, deshalb sind sie durch ihre

Grellen Farben (wie leuchtgrün, gelb, blau …) besonders auffällig und wirken spannend.

Zudem spielen immer mehr international bekannte Saxofonisten SYOS-Mundstücke:

  • Scott Paddock (Eros Ramazotti)
  • Chad Lefkowitz-Brown
  • Jure Puckl
  • Tivon Pennicott (Gregory Porter)
  • Uvm

Jedes Artist-Modell ist in verschiedenen Farben und Bahnöffnungen zu haben

Hergestellt werden die Mundstücke im 3D-Druck. Sie sind aus leichtem ABS-Plastik hergestellt. Die Mundstücke haben daher sehr geringes Gewicht.

We use ABS plastic to craft our mouthpieces: this material allows us to get the highest degree of precision, with an improved resistance and durability. And you can get that in 18 colors to build a perfect style on stage!

Neben diesen Artist-Mundstücken – genannt “Signature-Modell” kann man in einem besonderen Entwicklungsverfahren ein Mundstück nach eigenen Vorstellungen entwickeln.

Hier durchläuft man zunächst auf der Internetseite eine Serie von Fragen, die es zu beantworten gilt:

Nach der Reihe wird die Situation des Kunden und sein Wunsch erfragt:

  • Saxofongröße: Sopran, Alt, Tenor, Bariton
  • Spielniveau: Beginner, Intermediate, Professional
  • Musikstil: Jazz, Funk, Classical, Brass Band, Rock, Blues
  • Tonhelligkeit: 1 – 10
  • Klangkraft: 1 – 10
  • Dazu: weitere Anmerkungen
  • Submit: Bestätigung der Angaben klicken
  • Aktuelles Mundstück (Marke und Bahnöffnung)
  • Welche Bahnöffnung möchte man auf dem SYOS-Mundstück: weniger offen, so wie das aktuelle Mundstück, offener als das aktuelle Mundstück, keine Ahnung
  • Farbe von Mundstück und Blattring auswählen
  • Eigener Name auf dem Mundstück auswählen

Mit diesen Angaben erhält man innerhalb ca. 10 Tage ein speziell angefertigtes CUSTOM-Mundstück, nach den oben gemacht Angaben.

Ist man nicht zufrieden, sendet man das Mundstück zurück, bespricht mit den Akustikern von SYOS die möglichen Verbesserungen und erhält ein neues verbessertes Modell.

Sylvie von SYOS teilte mir dazu mit, dass 2 Verbesserungssendungen bei den CUSTOM-Modellen die Regel sind. SYOS würde im Extremfall bis zu 6 Verbesserungen durchführen.

Jetzt zu meinen beiden Mundstücken:

Ich erhielt beide Mundstücke 7 Tage nach Bestellung. Beide Mundstücke wurden in einem Kuvert geliefert. Im Kuvert war jedes Mundstück lediglich in einem Stoffsäckchen von SYOS zu finden. Also kein besonderer Schutz, was mich sehr überraschte.

Die Mundstücke waren jedoch bei genauer Betrachtung makellos. Keine Kratzer, oder Löcher, oder Beulen am Tisch des Mundstückes.

Vor allem auffallend war sofort das geringe Gewicht der Mundstücke. Das machte für mich auch die Handhabung nicht so einfach, da das Mundstück relativ leicht aus der Hand rutscht. Meine bisherigen Mundstücke in gleicher Größe sind viel schwerer. Im Vergleich:

Mein Ted Klum Tenor Metall: 84 g

Mein Ted Klum Hard Rubber: 33 g

Mein SYOS: nur 18 g

Ich wollte für beide Mundstücke (Tenor und Bariton) einen sehr dunklen Klang haben.

So habe ich das Signature Modell Jason More 8* (Tenor) in Ruby red und

Das Modell Dayna Stephens 8* (Bariton) in der Farbe Fresh orange bestellt.

Beide haben auf der Helligkeitsskala von 1 – 10 (max. Helligkeit) einen sehr kleinen Wert: ca. 1,5 – , sollten also sehr dunkel klingen.

Auf beiden Mundstücken waren bereits transparente aber dünne Bißgummis geklebt, welche ich durch meine dickeren schwarzen Bißgummis ersetzt habe.

Im Test:

Die Equalizereinstellungen waren neutral. Kein Hall oder sonstige Plugins. Aufgenommen mit einem AKG C-3000 aus ca. 40 cm Distanz.

Das Tenorsaxophon Mundstück SYOS “Signature Jason More 8*”:

Ich spiele das Mundstück mit verschiedenen Blättern: Tenor: D´Addario Jazz Select H2 // Steuer 2,5 // Gonzalez 2,5 // Légere Signature 2 //// Bariton: Légere Classic 1 /34 // Vandoren V16 2,5

D´Addario und Gonzalez fühlen sich im Spiel weicher und variabler an. Gonzalez wirkt auch leichter trotzdem noch rund. Steuer fühlt sich spröder und weniger variabel in der Klangänderung an. Légere ist leicht und hell aber dennoch sehr präzise und vor allem im piano noch sehr genau.

Die Blätter habe ich zuvor mit dem ReedGeek 2mal an der Unterseite glatt gezogen, sie werden dauerhaft im Reed Juvinate feucht gehalten.

Die Ansprache ist leicht. Die Tonfarbe im piano ist über den gesamten Tonumfang weich und dunkel.

Im Forte wird der Klang ab dem c2 deutlich heller.

Die Töne der 3 Oktavlage sprechen sehr gut an, die Tonbindungen funktionieren einwandfrei.

Die Intonation ist sehr gut, keine Ausreißer im unteren Oktavbereich. Vor allem in der 3. Oktavlage ist Intonation sehr gut und auch leicht zu variieren. Auffällig ist, wie leicht unterschiedliche Lautstärken in der 3. Oktavlage zu spielen sind.

Ich möchte hier unbedingt darauf hinweisen, dass ich den persönlich gehörten Saxofonklang (vor allem hell oder dunkel) ganz anders wahrnehme, als den Klang der Aufnahme. Der “live erlebe Klang” wirkt für mich stets heller, und ich bin bei allen Aufnahmen (auch bei Livekonzerten) stets den eigenen Saxofonton viel heller empfinde als den aufgenommenen Ton.

Das Baritonsaxofon Mundstück SYOS “Dayna Stephens 8*” spiele ich mit einem Kunststoffblatt von Légere 1 3/4 und ein Vandoren V16 St. 2,5 auf einem Selmer Baritonsaxofon Tief B.

Die Ansprache ist in allen Regionen exzellent. Dieser Umstand überrascht mich, da die Gegenwand (Baffle) schon sehr tief gebaut ist. Obwohl für mich die Légere Blätter generell sehr hell klingen, klingt dieses Légere-Blatt mit dem Mundstück wunderbar weich und dunkel.

Der Ton wirkt rund und warm, auch im Mezzoforte und Forte.

Größere Lautstärken (wie z.B. bei einem Rousseau-Jazz oder Ponzol) sind aufgrund der doch (für ein 8*) relativ engen Bahnöffnung nicht wirklich möglich – war aber auch durch mein Angabenprofil nicht gewünscht.

Damit der gewünschte dunkle Klang möglich wird, wurde das Mundstück mit einer tiefen Gegenwand (Baffel) gebaut. Dadurch wird der Ton warm und weich. Der Luftverbrauch ist dafür enorm.

Obwohl die Bahnöffnung für ein 8* nicht wirklich weit offen ist, kann ich das Mundstück trotzdem nur mit Blätter bis Stärke 2 spielen.

Ich hoffe, mit dieser Rezension helfen zu können!

Beste saxofonische Grüße

Joe