von Joe Mayer

KA31 – Stimmung auf dem Saxofon

So übst du die richtige Intonation!

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MONATLICH:
1 bekanntes Musikstück
2 Basis-Übungen
1 Gehörtrainingsübung

mit
– Anleitungsvideos zum Üben
– PDFs zum Download
– Audiodateien zum Download

In dieser Episode:

Intonation ist das feine Stimmen der Töne.

Töne sind Schwingungen der Luft, diese sollen im Idealfall ganz genau übereinstimmen.

Wie hört man diese Übereinstimmung?

Die Töne werden glatt, die Schwebung oder Reibung verschwindet.

Wir haben jetzt zunächst mal die Intonation eines Tones besprochen. Wir können aber auf unseren Instrumenten viele Töne spielen.

Diese Töne müssen alle in einem bestimmten Stimmungssystem stehen, damit die Musik gut klingt und die Instrumente miteinander spielen können.

Es gibt viele Stimmungs-Systeme, mit denen man Instrumente stimmen kann. Die 2 bekanntesten sind die Temperierte Stimmung:

Hier teilt man eine Oktave in 12 gleiche Stufen ein.

Jeder Halbton ist damit gleich groß.

Grundsätzlich sind alle Instrumente nach dieser Stimmung gebaut: z.B. Digitalklaviere, Klaviere, Gitarren, Software etc.

Diese Stimmung klingt nicht wirklich schön, weil sich die Töne untereinander reiben, man kann dafür in allen Tonarten gleichgut oder gleich schlecht spielen.

Die Reine Stimmung basiert auf Saiten-Teilungen:

Diese Stimmung gefällt uns am besten, weil die Intervalle und Akkorde fantastisch glatt und strahlend klingen.

Streichorchester spielen in dieser Stimmung.

Der Nachteil: Diese Stimmung ist immer auf den Grundton der Tonart bezogen: Also Bei C-Dur auf das C

Alle Töne werden nach diesem C ausgerichtet.

Man kann aber mit diesen eingestellten Tönen nur in C-Dur und den Nachbartonarten stimmen.

Zurück zu unseren Stimmungen:

Wir müssen also unsere Töne anpassen:

Wenn wir mit Pianisten spielen, dann spielen wir in temperierter Stimmung.

Wenn wir mit Streichern, Sängern aber im Saxofonquartett oder mit Gitarristen spielen, dann kann man – wenn möglich – in reiner Stimmung spielen.

Ich zeige dir in dieser und in den kommenden Intonations-Episoden meine Methoden mit beiden Stimmungssystemen!

Bei den selben Tönen hört man das am besten, genauso bei Oktaven.

  • Jeder Saxofonist sollte dazu sein Instrument, Mundstücke genau auf Intonation kennen und prüfen
  • Saxofone haben baubedingt meist die gleichen “schlecht stimmenden Töne”: vor allem e2, d2 sind meist zu hoch
  • Am besten stimmen aus meiner Erfahrung f und g.
  • Mit diesen beiden neutralen Tönen stimme ich in beiden Oktaven! Also f1 , dann f2, dann g1, dann g2.
  • Intonationsprofil erstellen: alle Töne von g,f ausgehend mit gleichem Ansatz: jeden Ton aufschreiben.

Achtung:

Einen “Ton einstimmen” mit Stimmgerät bedeutet nicht, dass damit das Instrument automatisch in der Praxis bei Konzerten oder Proben stimmt.

Jeder Ton ist ständig auf Intonation zu kontrollieren. Das funktioniert mit regelmäßiger Übung sehr gut.

sehr wichtig:

  • Die Lautstärkenunterschiede verändern die Intonation:
    • In geringen Lautstärken ist die Intonation höher
    • Bei höheren Lautstärken wird die Intonation tiefer
    • Folge: immer GEGEN diese Tendenzen “arbeiten”:
      • In geringen Lautstärken: möglichst lockerer Ansatz
      • In höheren Lautstärken: möglichst Lippenspannung beibehalten, Mund nicht aufmachen!
  • Die Artikulation – also Zungenstöße mit Staccato, Tenuto usw. – verändert die Intonation!
    • Bei angestoßenen Tönen wird die Intonation tendenziell höher.
    • Mit diesem Wissen muss man folgendes machen:
      • Non-Legato-Passagen messen
      • Lockerer Ansatz bei Zungenstößen
  • Auch die Blattstärke verändert die Intonation:
    •  Harte oder neue Blätter erhöhen die Intonation
    • Alte und leichte Blätter führen zu tieferer Intonation

Einstimmen mit Stimmgerät

  • 442 einstellen
  • 440 die meiste Playback-Musik
  • Man muss immer hinhören
  • Mit Stimmton mitspielen
    • Man hört auf Reibungen, Schwebungen
    • Perfekt: wenn Töne sind glatt
  • Stimmgerät
    • Selben Ton immer wieder spielen
    • Mf, laut, leise
    • Oktaven spielen
    • Blick auf Display: als Bestätigung: der Ton stimmt
    • Blind und Blick auf Display: als Kontrollübung
    • Quinten spielen
    • Tonleitern spielen

Intonation ist eine ewige Übung. Auch wenn unsere Übungsergebnisse täglich schwanken, so verbessern wir uns hier durch das bewusste Hören ständig!

Je häufiger wir Intonation bewusst üben, desto besser klingen unsere Melodien und unser Saxofon mit anderen Instrumenten.

Also mein Wunsch und Bitte an dich: Übe die Stimmung deiner Töne regelmäßig: 1. bei jeder Übungseinheit und vor allem bei wichtigen Tönen in deinen Konzertstücken (lange deutliche Töne: z.B. am Ende oder Beginn)

Beste Grüße

Joe