von Joe Mayer

KA38 - So gelingen Tonsprünge nach unten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

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In dieser Episode:

Links:

Vorübungen – in diesen Episoden erkläre ich detaillierte Vorübungen für Ton, Klang, Tonbindungen:

In dieser Episode findest du folgende Inhalte:

      • Tonsprung nach oben
      • Tonsprung nach unten mit den Ursachen von Probelmen
      • Übungen und Tipps, damit Tonsprünge nach unten gelingen
      • Praktisches Übungsbeispiel: Take the A Train

 

 

 

Der Lagenwechsel zählt zu den größten Schwierigkeiten für Saxofonisten. Mit Lagenwechsel meine ich den Sprung von der unteren Oktavlage mit Tönen ohne gedrückter Oktavklappe (das sind Töne von Cis2 abwärts bis zum kleinen b) zur oberen Lage, bei der die Oktavklappe gedrückt werden muss, also ab D2.

 

      1. Sprung nach Oben:

Der Sprung von der unteren zur oberen Oktavlage stellt für die meisten Saxofonisten kein Problem dar. Dennoch ist es enorm hilfreich, folgende Vorgänge fokussiert im einzelnen zu bearbeiten und zu verbessern:

      • Die Bewegung des rechten Daumens zeitgleich mit den übrigen Fingern
      • Der kontinuierlich weiter geführte intensive Luftstrom
      • Der Zapfen-Ring-Abstand von ca. 1 mm

 

      1. Sprung nach UNTEN:

Diese Bewegung ist für viele Saxofonisten schwierig. Oft spricht der Zielton in der unteren Oktavlage nicht sauber an. Gründe dafür gibt es sehr viele:

      • Die Finger sind nicht synchron
      • Der Luftstrom wird verändert und ist zu gering für den tiefen Ton
      • Die Position des Mundstückes im Mund ist nicht optimal für den Wechsel
      • Die Zungenposition ist nicht optimal
      • Das Kinn bewegt sich zu stark
      • Der Hals-Rachenbereich ist unflexibel
      • Der Saxofongurt ist zu tief eingestellt: das Mundstück drückt daher zu stark auf die Unterlippen
      • Der Zapfen-Ring-Abstand ist nicht korrekt
      • Das Saxofonblatt ist zu alt und/oder zu leicht: die Tonkontrolle wird dadurch extrem schwierig

 

Diese Fehlerfaktoren können der Reihe nach mit relativ einfachen isolierten Übungen sehr schnell verbessert werden.

 

Damit wird man in kürze die Lagensprünge nach unten beherrschen können.

 

 

      1. Vorübungen sind sehr hilfreich
        1. Die Vorübungen sollen regelmäßig über einen längeren Zeitraum geübt werden!
        2. Vorübung: bewusstes Zwerchfellatmen: Buch auf Bauch legen und Bewegen, große Augen, schnuppern … Hat man das Gefühl für die Zwerchfellatmung automatisiert, reichen 5 intensive Pusten: 1 – 2 Sekunden Einatmen und 5 Sekunden ausatmen
        3. Mundstückübungen: Zieltöne spielen
        4. Tonübungen mit Saxofon: lange Töne bewusst spielen
          1. Ohne Zunge, Laut-Leise, Decrescendo
        5. Obertöne üben
        6. Vokale üben
      2. Finger müssen synchron sein: Der rechte Daumen muss die Oktavklappe mindestens zeitgleich evt. Früher loslassen: Übe dazu nur die 2 Töne ohne Tempo, zuerst non legato dann legato
      3. Auf Luftstrom achten!
        1. Die Luft muss intensiv durchströmen
        2. Beginne mit Atemübungen vor dem Spielen oder bei Schwierigkeiten
      4. Spiele die Töne in den verschiedenen Lagen einzeln, also getrennt voneinander
      5. Beginne mit der leichtest möglichen Übung: Tonraum e2 – a1
      6. Übungen immer zuerst anstoßen dann legato
      7. Mundstückposition: änderst du bei engen Sprüngen nicht
        1. Je größer die Sprünge werden,
          1. Desto weiter ziehst du das Mundstück heraus (ab Zielton e1)
          2. Desto enger wird Rachen/Hals (Vorübung mit Obertöne, Mundstück alleine)
      8. Die Zunge liegt im Mundraum und formt ein Ü:
        1. Die Ränder der Zunge berühren damit die obere Zahnreihe, vor allem im Bereich der Backenzähne
        2. Nur die Zungenspitze bewegt sich: und zwar auf und ab – nicht nach vorne oder hinten
        3. Zungenspitze tupft ca. 2-5 mm hinter Blattspitze
      9. Das Kinn wird parallel zum Umgreifen (neuer tiefer Griff der Zielnote) ein wenig entspannt. Bewegungen (Senkung des Kinns) sind aber nicht sichtbar!
      10. Der Hals-Rachenraum wird mit dem Moment des Umgreifens ein wenig enger gestellt, damit mehr Luft schneller in das Saxofon strömen kann und diese größere Luftsäule sofort losschwingen kann!

 

    1. Übst du Sprung-Passagen in Musikstücken am Beispiel der 1. Teilmelodie von Take The A-Train:
      1. Spiele nur die Teilmelodie in Tonfolgen ohne Tempo: lange breite Töne im Forte
      2. Spiele die Tonfolge und stoße jeden Ton 3mal an
      3. Spiele die Melodie im Rhythmus: starte sehr langsam und steigere das Tempo