von Joe Mayer

KA42 - Saxophonblatt in nur 30 Sekunden bearbeiten und deutlich verbessern

Schritt-für-Schritt-Anleitung

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In dieser Episode:

So verbesserst du dein Saxofonblatt in 30 Sekunden deutlich

 

 

Vor 2 Wochen hat Julian, einer meiner Saxofonschüler wohl einen neuen Rekord aufgestellt:

Er hat knapp ein halbes Jahr mit einem einzelnen Saxofonblatt gespielt, wobei er tatsächlich nahezu täglich ca. 30 Minuten geübt hat. Julian ist fleißig, talentiert und übt sehr viel!

 

Allein deswegen konnte er ein einziges Blatt so lange spielen.

Bei einem Konzert im Februar mussten wir aber die gesamte Trickkiste auspacken: Seine Töne ab g2 waren im Vergleich zu der 1. Oktave unglaublich tief. Das Blatt war einfach schon zu schwach für schnelle Schwingungen in den höheren Tönen.

 

Ein Blatt zu wechseln, 3 Stunden vor dem Konzert, ist keine gute Idee. Selbst gestandene Profis scheuen davor zurück.

Also schoben wir das Mundstück so weit auf den S-Bogen, sodass der Kork kaum noch sichtbar war. So stimmten die hohen Töne wieder. Wir konnten das nur machen, weil das Konzertstück in der 1. Oktavlage kaum Töne aufwies.

 

Nach dem Konzert konnte ich ihn aber zu einem Blattwechsel überzeugen.

 

Saxofonblätter spielen eine zentrale Rolle für jeden Saxofonisten.

 

Ein gutes (prepariertes) Saxofonblatt bringt folgende Vorteile:

  • Töne sprechen sofort an
  • Der Spielwiderstand ist über den gesamten Tonumfang nahezu gleich
  • Hohe Töne sprechen leichter an
  • Das Saxofon kann in allen dynamischen Abstufungen gespielt werden: von extrem laut bis extrem leise
  • Die Intonation stimmt besser.

 

Aber kaum ein Holzblatt – frisch aus der Packung entnommen – ist wirklich gut spielbar. Der Grund liegt meist an der Unterseite: diese Seite ist nicht wirklich glatt, sodass das Blatt nicht sauber auf dem Mundstücktisch aufliegt, und nicht optimal schwingen kann!

 

Doch jeder kann sein Saxofonblatt in wenigen Sekunden markant verbessern.

Niemand wird regelmäßig am Mundstück herumschleifen oder an der Mechanik schrauben.

 

Hier meine Tipps, wie jeder in weniger als 30 Sekunden sein Blatt markant verbessern kann:

  1. Im Idealfall gibst du das Blatt 24 Stunden vor dem Spielstart in eine Feuchtigkeitsbox, sodass es Feuchtigkeit aufnimmt und länger haltbar bleibt.
  2. Vor dem 1. Einsatz schleife ich das Blatt an der Unterseite mit dem ReedGeek mit ca. 3 – 5 Strichen glatt. Durch die Feuchtigkeit am Blatt sieht man sehr gut, ob man die gesammte Fläche bereits gleichmäßig glatt gestrichen hat. Auch am ReedGeek sieht man die Holzreste sehr gut. Jetzt spiele ich es an!
  3. Auf der oberen runden Seite mache ich zunächst nichts.
  4. Ist das Blatt zu schwer: schleife ich nochmals die Unterseite mit 3 – 5 Strichen. Probiere aus und wiederhole den Vorgang bei Bedarf.
  5. Sind die langen Töne (=tiefen Töne) schwer in der Ansprach, dann schleife ich im hinteren Bereich vor allem seitlich.
  6. Ich teste ob eine Seite schwerer anspricht: Dazu dämpfe ich die linke Seite und dann die rechte Seite. Falls z.B. das Saxofon bei gedämpfter linker Seite schwerer anspricht, dann schleife ich oben die frei schwingende andere Seite ein wenig ab.
  7. Ich streiche das Blatt im Grunde vor jedem Spiel 1 – 2 mal an der Unterseite ab

 

Alternativen zum ReedGeek:

  • Sandschleifpapier auf Glasblatte
  • Schachtelhalm
  • Rasierklinge