von Joe Mayer

KA45 - Tiefe Töne auf dem Saxophon - Teil 1

Atmung, Gurt und Hauchen

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In dieser Episode:

Tiefe Töne am Saxophon sind für jeden Saxophonisten eine große Herausforderung!

Vor den eigentlichen Übungen – 3 Tipps:

  1. Ein funktionierendes Saxofon. Das bedeutet, die Klappen schließen die Löcher zu 100 %. Wer regelmäßig spielt und sein Saxofon nicht einmal pro Jahr beim Service zur Kontrolle hat, der wird hier schon Abstriche machen. Das Saxofon wird mit zunehmender Tiefe schwieriger losgehen.
  1. Ein gutes Saxofonblatt. Das Blatt sollte gut befeuchtet sein und in der Mittellage g1-c2 sehr leicht ansprechen. Ich empfehle, jedes Holzblatt vor dem Spiel 24 Stunden zu befeuchten und an der Unterseite mit dem ReedGeek abzuziehen. Mit der Feuchtigkeit wird das Blatt sehr elastisch, durch das Abziehen liegt es gerade auf dem Mundstück auf und kann am besten einschwingen.
  1. Kleinere Saxophongrößen machen den Start einfacher: Am besten eignet sich das Altsaxophon und das Sopransaxophon für das Üben von tiefen Tönen. Tenor- und Baritonsaxophon benötigen enorm viel Luft. Diese große schwingende Luftsäule kontinuierlich zu produzieren, ist am Anfang enorm schwer.
 

Die heutigen 3 Übungen:

1. Atemübungen

Je tiefer der Ton um so mehr Luftvolumen muss im Saxofon schwingen.

Zwerchfellatmung ist dazu sehr hilfreich:

  1. Zwerchfellübung: Auf dem Rücken liegend versuchst du einen Gegenstand (Buch) auf deinem Bauch zu bewegen. Mit der Einatmung DURCH DIE NASE – hebt sich der Gegenstand, mit dem Ausatmen senkt sich der Gegenstand.
  2. Das Gefühl im Bauch ist eine angenehme Spannung
  3. Jetzt pustest du mit dem gleichen Bewegungsgefühl (Fokus auf die angenehme Bauchspannung) 3 – 5 lange gleichmäßige Pusten. So als ob du einen langen Ton spielen würdest: Jede Puste sollte zwischen 3 und 7 Sekunden lang sein.
 
 

2. Den Saxofongurt möglichst hoch stellen

Damit ausreichend Luft in das Saxophon strömen kann, muss der Einstromwinkel beim Mundstück möglichst ideal sein. Die Luft soll direkt in den kleinen Spalt strömen.

Ziehe mit dem Gurt das Saxofon möglichst hoch. Dein Kopf soll dabei ein bisschen nach oben gerichtet sein, auf keinen Fall nach unten geneigt sein.

3. Töne anhauchen

Hauche Töne ohne Zunge an. Beginne mit C2 und hauche jeden Ton 3 – 5 mal an. Übe chromatisch nach unten. Ziel ist ein frei einschwingender Ton.

Fokusiere beim Üben die angenehme Bauchspannung – sie sorgt für den stabilen Luftstrom – und weiche Lippen!

Wird ein Ton blockiert, oder geht er nur schwer los, geh nicht tiefer, sondern einen oder 2 Töne höher. Je tiefer du spielst, desto lockerer muss dein Ansatz sein. Die Lippen sind nur mehr eine Dichtring um das Mundstück.

Deine Grenze ist der 1. Problemton. Habe Geduld. Ein vernünftiges Ziel nach einer Woche – täglich 2 Minuten üben (immer beim C2 beginnen) sollte e1 sein.  Konstant üben – jeden Tag ca. 2 Minuten! Sei geduldig!