Wie du sofort herausfindest, ob deine Saxofonklappen gut schließen

Immer wieder haben Saxofonisten Probleme bei der Ansprache tiefer Töne.

Sprechen tiefe Töne schlecht an, kann EIN Grund die “schlechte Abdeckung” der Saxofonpolster auf den Kaminen des Korpus. Mit anderen Worten, die Klappen schließen nicht richtig und die Luft weicht aus den Löchern, obwohl sie mit den Klappen zugedrückt sind.

Im Ergebnis sprechen bestimmte – meist die tiefsten Töne = d1 – b – schwer oder gar nicht an.

Meist ist dieser Prozess schleichend: Durch regelmäßiges Spielen werden Korke und Polster eingedrückt, die Distanzen verstellen sich und die Klappen können die Löcher nicht mehr supergenau schließen.

Christian Maurer (von der Musikhoschule Wien) hat mir vor vielen Jahren dazu einen einfachen Trick gezeigt: Damit findet man sofort heraus, wie gut die Klappen schließen.

Du brauchst dazu weder einen Leuchtstab (wie das die Saxofonserviceleute haben) oder musst Rauch in den Korpus blasen.

So funktioniert der Trick:

  1. Greife ein Tiefes b: Mache also alle Löcher zu
  2. Bewege den RECHTEN ZEIGEFINGER (Finger für das f1 und f2) auf und zu, sodass sich dadurch die Klappe auf und zu bewegt
  3. Wenn dein Saxofon gut schließt, dann musst du beim Zudrücken der Klappe einen relativ lauten B-Ton des Saxofons hören: wie ein PLOPP
  4. Wenn du wenig bis gar nichts hörst, dann schließen deine Klappen schlecht.

 

Den gleichen Trick kannst du mit h machen: Greife ein Tiefes h – und bewege den RECHTEN MITTELFINGER (fis) auf und zu: hier solltest du im Idealfall ebenso ein laut plobbendes h hören!

 

Damit kannst du im Handumdrehen den “Gesamtzustand” deines Saxofons feststellen. Welche Klappen nicht gut decken, kannst du dabei natürlich nicht feststellen. Oft ist es eine Summe von Klappen, nicht einzelne, welche zur schlechten Ansprache führen!

Probier das aus! Ich mache das regelmäßig zur Kontrolle.

und schreib mir, wie es bei dir funktioniert oder wenn du fragen hast!

 

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