Saxofon-Shortcuts zum Thema Üben!

Hier findest Du meine wichtigsten Shortcuts zum Thema Üben. Diese sollen Dich motivieren und Deine Saxofonentwicklung fördern! – und das allerwichtigste gleich zu Beginn: Habe immer Spaß und genieße Dein Saxofonspiel!

  1. Deinen Fortschritt siehst Du an den Stücken, die Du vor 3-4 Monaten geübt hast.

Diese Stücke wirken jetzt erstaunlich einfach und Du kannst sie locker spielen! Das aktuell zu übende Material hingegen wirkt immer schwer und anstrengend – soll ja auch so sein!

  1. Mache immer Musik, spiele alles musikalisch, als ob Du vor Publikum spielen würdest:

Das gilt auch für Tonübungen, Technikübungen etc.

  1. Gehe die Extrameile!

Wenn bei einer Übung 5 Wiederholungen gefordert sind, dann mache mindestens 6 Wiederholungen. Nur genügend Wiederholungen machen den Fortschritt!

  1. Nimm Dein Spiel auf Video auf und beobachte Dich genau!
  1. Auf dem Weg zum Top-Niveau gibt es keine Abkürzung. Drei Dinge bringen Dich aber schneller voran:
    • Richtiges Üben: detailgenaues Üben mit einem intelligenten Konzept (Notenmaterial & Wiederholungen)
    • Konstruktives Feedback von einem motivierenden und erfahrenen Lehrer
    • Regelmäßigkeit über eine lange Zeit
  1. Lerne, das Plateau zu lieben. Wenn Du trotz intensiven Übungseinheiten keinen Fortschritt bemerkst, dann darfst Du nicht stoppen. Übe unbedingt weiter! “Plateau-Zeiten” ohne Fortschritt sind völlig normal und kommen regelmäßig! Du darfst im Plateau nur nicht aufhören zu üben!
  1. Lass Dich von niemanden entmutigen: Früher oder später wirst Du auf Menschen treffen, die von Deinem Saxofonspiel “nicht angetan” sind. Besonders schlimm sind abfällige Kommentare von sogenannten “Experten”, also Musiker, Saxofonisten etc.. Da musst Du durch. Wenn Du  aber seriös an Dir arbeitest, machst Du alles richtig! Es kann und wird immer wieder Kritiker geben!
  1. Lass Dich nicht vom Equipment der Profisaxofonisten verleiten: Auch wenn der Profi XY das Yamahasaxofon ABC  mit Yamahamundstück CDE und Vandorenblätter FGH spielt, so darfst Du nicht davon ausgehen, dass das gleiche Setup auch bei Dir funktioniert:
    1. Erstens haben Saxprofis “bessere Quellen” also besseres Equipment von den Herstellern – sie bekommen einfach besseres Material!
    2. Zweitens feilen Saxprofis dauernd (über viele Jahre) an ihrem persönlichen Equipment
    3. Drittens haben Saxprofis schon 1000de Übungsstunden hinter sich, können also fast auf jedem Setup einigermaßen gut spielen …
  1. Auch wenn Du bereits furchtbar viel geübt hast und schon sehr weit bist, wirst Du immer noch jemanden finden, der besser spielt! Kein Problem, wenn Du diesen Musiker als “Dein Lehrer” behandelst und versuchst, von ihm zu lernen.

  1. Selbst stundenlanges regelmäßiges Üben kann  Auftritte nicht ersetzen. Deshalb spielen auch Top-Jazzmusiker regelmäßig bei unbezahlten Jazz-Sessions in Clubs oder sogar als Straßenmusiker. Damit holen sie sich den notwendigen Auftrittsrhythmus! ‘Also möglichst viele Auftritte spielen!

Suche möglichst viele Inspirationen, um motiviert zu bleiben,

… hier z.B. mit Zitaten zur Musik:

Das beste in der Musik steht nicht in den Noten (Gustav Mahler)

Ich hatte schon immer das Gefühl, dass es nur zwei echte Kunstformen in Amerika gibt – Westernfilme und Jazz (Clint Eastwood, dessen Sohn ein genialer Jazzbasist ist).

Das größte Verbrechen eines Musikers ist es nur Noten zu spielen, statt Musik zu machen (Isaac Stern, einer der bedeutensten Violinisten des 20. Jhdt.).

Es hat mein ganzes Leben gedauert, um zu wissen, was ich nicht spielen kann (Dizzy Gillespie, genialer Jazz-Trompeter)

Ich weiß nicht wer ich bin, aber das Leben ist zum Lernen da (Joni Mitchell).